Nach dem helferintensiven Nationalen OLG-Weekend im Rheintal zelebriert die OLG ihr 70-Jahr-Jubiläum mit drei vereinsinternen Anlässen. Heute stand als 1. Event ein Jassnachmittag auf dem Programm.
Eines gleich vorne weg: Es war ein gelungener, unterhaltsamer und gediegener Nachmittag. Für einmal standen nicht Organisatorisches oder der Wettkampf im Mittelpunkt. Bei den fünf Jassrunden à acht Partien blieb genügend Zeit für einen Schwatz zwischendurch. Es wurde viel gelacht, aber auch gefachsimpelt, halt genauso wie beim Kartenstudium nach einem OL.
Überhaupt waren die Parallelen zum OL unverkennbar, nicht nur weil bei beiden Sportarten Karten im Mittelpunkt stehen. Bei jeder Jassrunde wurde mit Badge Start- und Zielzeit gestempelt und die Verlierer erhielten je nach Jasszeit Bonuspunkte, wohl um das «Trämlen» zu imitieren. Viele OL-ler zollten der ungewöhnlich langen Wettkampfzeit Tribut, liess doch ihre Konzentration am Jasstisch nach rund einer Stunde merklich nach und senkte sich ihr Jassniveau von D/HE bis auf D/HB. Trotzdem wurden am Schluss alle mit einem Preis beschenkt, wovon man im OL nur träumen kann.
Das OK mit Peter Knill und Sebastian Rüegg organisierte diesen Jubiläumsanlass genauso minutiös wie einen OL-Wettkampf selbst. Ihnen sei dafür ganz herzlich gedankt.
Ein Lohn dafür blieb mindestens Peter nicht vorenthalten, konnte er sich doch gleich selbst zum Jasskönig küren. An zweiter Stelle folgten ex-aequo Silvia Büchler und Ivo Benz. Ihnen gelang das Kunststück, sich bei den drei ersten Jassrunden dreimal als Jasspaar zuzulosen, was einer Wahrscheinlichkeit von 1:6’859 entspricht und die Anzahl der Teilnehmenden ausrechnen lässt. Nicht auszurechnen, welch Potential die beiden hätten, würden sie beim nächsten OL in der «Sie+Er-Kategorie» starten. Jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Jubiläumsanlass am 4. Juli mit Rhea und Rainer als Organisatoren.