Spätestens seit dem Dorf-OL in Appenzell weiss man wieder, weshalb OL Freude macht. Der Start in die neue Saison der OL CHALLENGE ist jedenfalls geglückt.
Erfrischend war es in Appenzell in allen Belangen. So waren die Temperaturen rund zwanzig Grad tiefer als am vorhergehenden Föhnwochenende. Entgegen den Regenradarprognosen blieb es am Lauf selber aber durchgehend trocken, teilweise sogar sonnig. «Nur» die beiden Bahnlegerinnen Jana und Nina Sutter wurden beim Posten setzen durch die vorbeiziehende Regenfront «pflotschnass».
Erfrischend war aber vor allem der Lauf selber. Einerseits durch das Dorf Appenzell, das mit seinem Dorfkern geradezu prädestiniert ist für einen interessanten OL-Sprint, andererseits durch die beiden Bahnlegerinnen, die es verstanden, dank ihrer Ortskenntnis Postenverbindungen zu kreieren, die vom ersten Meter an volle Konzentration abverlangten. Der Start befand sich fast mitten im Dorfzentrum und zum ersten Posten forderte schon eine erste Routenwahl.

«Im Nachhinein stellte ich fest, dass es zum Posten hinter der Kirche rechts herum schneller gewesen wäre», so ein Teilnehmer beim Fachsimpeln in der Festwirtschaft. Es gab wohl niemanden, der von einem fehlerfreien Lauf sprechen konnte. Allzu oft musste man einen Kontrollblick auf die Karte werfen und sein Lauftempo drosseln um zu überprüfen, bei welcher Hausecke nun tatsächlich der nächste Posten steht. So muss Sprint-OL sein, so macht er Spass. Und so ist man motiviert, es beim nächsten OL (noch) besser zu machen, zum Beispiel am 27. Mai in Herisau.