Mit packenden Wettkämpfen und zufriedenen Teilnehmern ging das Rheintaler OL-Weekend über die Bühne. Für den ersten OL im «Schwamm» überhaupt gab es Lob von allen Seiten.
OL ist ja bekannt als Sportart für jegliches Alter und alle Leistungsniveaus, das war am Wochenende in Altstätten gut zu sehen. Da starteten die Rekordweltmeisterin Simone Niggli (23 Titel) oder der 6-fache Gesamtweltcupsieger Daniel Hubmann neben 1400 Hobbyläufern. Aufgrund des bevorstehenden Weltcups im Tessin waren sogar einige internationale Top-Athleten im Rheintal am Start. Und praktisch alle waren von den beiden Laufgebieten begeistert.
Dies sehr zur Freude der OLG St.Gallen/Appenzell, die das Rheintaler OL-Wochenende zum 70-jährigen Bestehen des Vereins durchführte. «Wir hatten der Schweizer OL-Szene mit dem ‘Schwamm’ einen Leckerbissen versprochen und die Reaktionen haben gezeigt, dass das neue Laufgebiet grossen Anklang fand», sagt Laufleiter Erwin Wälter. Im 10-Minuten-Takt fuhren die RTB-Busse am Samstagnachmittag zum Weiler Hard und wieder zurück. Der Läufertransport funktionierte reibungslos, wie auch die übrige Organisation. «Die Infrastruktur im Schöntal hat sich bewährt. Dank den 140 Helfenden, auch von anderen Vereinen, die jeden Tag im Einsatz standen, konnten wir diesen Grossanlass stemmen», freute sich Erwin.
«Schwamm» fordert und begeistert
Mit besonderer Spannung war am Samstag der Langdistanz-OL im «Schwamm» erwartet worden. Schliesslich hatte dort noch nie ein OL stattgefunden, alle 1400 Teilnehmenden betraten somit Neuland. Der Wald erwies sich als physisch anspruchsvoll und abwechslungsreich, eines nationalen Laufes jedenfalls würdig. Im Ziel gab es viele Komplimente an die Adresse der OLG SGA. Bei der Damen Elite ging der Sieg an Sanna Hotz (Schafisheim AG) und bei den Herren an David Baumberger (Zollikon ZH).
Spannender Sprint im Städtli
Während am Samstag die Laufzeit oft eine Stunde und mehr betrug, war das Ziel am Sonntag beim Sprint in Altstätten in einer guten Viertelstunde erreicht. Beim Schulhaus Wiesental sowie in den Gassen des Städtli wurde ein OL-Spektakel geboten, ausschlaggebend waren in vielen Kategorien wenige Sekunden. Bei den Damen stoppte die Uhr für Ylvi Kastner (Österreich) und Lilly Graber (Biberstein AG) sogar dieselbe Zeit. Einen internationalen Sieger gab es auch bei den Elite Herren durch den Finnen Tuomas Heikkilä, derzeit die Nummer 4 der Sprint-Weltrangliste. Dies verdeutlicht die Ausstrahlung dieser Wettkämpfe. Für Erwin ist somit klar: «Das Rheintal hat in der OL-Szene einen bleibenden Eindruck hinterlassen.»